| Der Kommentar |
|
Nun liegt er also vor, der erwartete, von einigen gar befürchtete Abschlussbericht der Landesarbeitsgruppe Dienstpostenkonzept A11. Ich halte es da mit der Zahnpastawerbung: „Mutti, Mutti, er hat überhaupt nicht gebohrt!“ Denn das Ergebnis kann sich wirklich sehen lassen: Trotz der ministeriellen Bürde, an den vorhandenen 2358 Planstellen A11 festzuhalten, kam die Landesarbeitsgruppe um Polizeivizepräsident Dieter Buskohl nicht umhin, gerade bei dieser Variablen deutliche Signale zu senden: Führungsverantwortung und qualifizierte Sachbearbeitung verdienen in der niedersächsischen Polizei ein Mehr an herausgehobenen Dienstposten A11, als denn die vorhandenen 2358 es derzeit widerspiegeln. Und so wurden es dann zwar nicht die 3500 Bewertungsmöglichkeiten, die die DPolG Niedersachsen in ihrem viel beachteten Dienstpostenkonzept A11 im vergangenen Jahr eingefordert hatte, doch mit den durch die Landesarbeitsgruppe geschickt entwickelten Korridorbewertungsmöglichkeiten ist die Anzahl auf nahezu 3100 angestiegen. Eine Zahl, die auch der Politik die Bedarfe verständlich machen hilft. Die durch die Gewerkschaft der Polizei einseitig geschürten Ängste sind so bereits Makulatur. Kein Karriereende bei A10, und vor allen Dingen keine Geringschätzung der polizeilichen Arbeit. Nur eine längst überfällige Korrektur der Dienstpostenstruktur einer „Gehobenen Dienst-Polizei“ in der sich die Übernahme von Verantwortung und die fachliche Qualifizierung nicht mehr wirklich gelohnt haben. Hin zu einer gerechteren Verteilung der Planstellen in den Behörden, weg von undurchsichtigen Referenzlehrgängen, hin zu einer zeitnahen Beförderung bei der Übernahme von Führungsverantwortung und qualifizierter Sachbearbeitung. Auch das ist Gerechtigkeit. Damit sich Lei(s)tung wieder lohnt. Und so wird aus einer befürchteten Zahn-OP eben doch nur der dringend notwendige, aber schmerzfreie Prophylaxe-Termin.
Ihr/Euer Knut Hallmann
|
