| Zahl der schweren Gewaltübergriffe gegen Polizeibeamte dramatisch gestiegen |
DPolG begrüßt Forderung des Innenministers nach StrafverschärfungDie aktuelle Studie des Kriminologischen Forschungsinstitutes Niedersachsen (KFN) bestätigt die schlimmsten Befürchtungen: Die Zahl der schweren Gewaltübergriffe hat in den Jahren seit 2005 um 60,1 % zugenommen. "Es sind die Angriffe auf Polizisten gemeint, bei denen die Kollegen anschließend mindestens sieben Tage dienstunfähig waren", so der Landesvorsitzende Thomas Kliewer.
Die DPolG begrüßt daher, dass Innenminister Schünemann heute eine Erhöhung der Mindeststrafe des entsprechenden Strafrechtsparagraphen gefordert hat. "Widerstand muss hart bestraft werden – schließlich werden hier Polizisten stellvertretend für den Staat angegriffen", so Thomas Kliewer weiter. |
Damit zeigt sich für die DPolG, dass nicht nur die Zahl der Übergriffe, sondern auch die Schwere der Attacken gegen Polizeibeamte besorgniserregende Dimensionen angenommen hat. Thomas Kliewer: "Hier muss dringend gegengesteuert werden – sonst sind Polizisten bald nicht mehr bereit, ihren Körper oder gar ihr Leben zu riskieren! Ein wichtiges Signal wäre für uns, wenn die Politik den Weg der DPolG hin zu einer Strafverschärfung mitgehen würde." Das würde zu deutlich höheren Strafen und hoffentlich zu einer erhöhten Abschreckung führen. Aber auch dem ungezügelten Alkoholkonsum gerade von Jugendlichen muss Einhalt geboten werden. Schließlich sind in Niedersachsen in mehr als 70% der Angriffe die Täter alkoholisiert gewesen.